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1994
wurde die Fa. Jet- Porda von Yamaha Motor Deutschland zum
autorisierten Händler ernannt.Thomas Porda setzte sehr viel
Engagement in diese neue Sportart. Unter anderem war er
Gründungsmitglied des ersten Deutschen Jetboot Sport Verbandes. Hier
wurden seinerzeit die Weichen für die heutige Wassermotorrad-Verordnung
des Bundesverkehrsministeriums gestellt. In Verbindung mit dem Wasser-
und Schiffahrtsamt Mannheim sorgte er für die Freigaben der
Jetskistrecken Speyer - Worms - Gernsheim - Biebesheim - Ginsheim die
alle am Rhein im Großraum Frankfurt/Mannheim liegen. Ebenfalls
beschaffte er Sondergenehmigungen zum Auslegen von Bojenfeldern auf dem
Rhein, für die Rennsportler der Region. Im Mai 1996 organisierte
er den allerersten Lauf zu einer Deutschen Jetboot Meisterschaft im
Holiday- Park in Haßloch/Pfalz. Von nun an verschrieb er sich dem
Rennsport und war bis ins Jahr 2000 technischer Rennleiter aller
deutschen Meisterschaftsläufe. In dieser Zeit erweckte er auch das
JET-PORDA Racingteam zum Leben, welches viele nationale und
internationale Titel einfuhr.Bis zum heutigen Tage ist die Fa. Jet-
Porda ständig expandiert und nimmt mittlerweile im deutschen Händlernetz
eine der führenden Positionen ein. Durch die guten Kontakte auch ins
Ausland, gehören eine Vielzahl von Jetsportlern und Jetski-Vermietungen
aus der ganzen Welt zum festen Kundenstamm. Als mittelständischer
Meisterbetrieb steht Jet- Porda heute einer breiten Kundenschicht als
kompetenter und professioneller Ansprechpartner rund um den Jetsport zur
Verfügung.
Kompetenz durch Erfahrung, seit über 10 Jahren Für
Volker Haseidl, dem gelernten“ KFZ
Service-Techniker“ begann alles im Jahre 1995.
Er wagte den Schritt sein langjähriges Hobby, als seinen Traumjob zu
verwirklichen und gründete die Firma „Jet Factory“.
Als offizieller Vertragshändler für den Produktbereich Jet-Ski`s und Jet
Boote von Kawasaki
und Bombardier startete er mit seiner neuen Firma „Jet Factory“.
1996
wurde die Produktpalette mit etwas außergewöhnlichen erweitert, nämlich
den Quads.
Volker Haseidl begleitete die Entwicklung der Quads von Anfang an und
zählt heute zu den ältesten Quad-Händlern in Deutschland.
Als Basis für ein erfolgreiches Firmenkonzept steht für Volker Haseidl ua.
die enge Zusammenarbeit mit seinen Herstellern. (Kawasaki und Bombardier)
Deutschlands
einziger Vertragshändler für Yamaha, Kawasaki und Bombardier
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Auswahl an Jet Skis, Wassersportbekleidung, Ersatz- und Zubehörteilen
als auch FunToys in Deutschland. Jetzt auch mit gleichem Service und
Leistung: Bombardier ATV s und Sportquads sowie Herkules und GOES Quads
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dazu gehört, wobei unser Spezialgebiet der Aftersales - Bereich ist.
Über 2500 Kunden schätzen bereits unseren Service wir heißen auch Sie
willkommen.
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autorisierter Vertragshändler von Kawasaki und Bombardier, BRP, Seadoo,
Can-am für Jet, Jetboot bieten wir die komplette Produktpalette
nebst Ersatz- und Zubehörteilen an.
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sind Bombardier Exklusivhändler für Rhein Mosel. Darüber
hinaus bieten wir Ihnen Service, Beratung, Jetvermietung auf der Mosel,
Jet und Jetboottrailer namhafter Hersteller, Bekleidung für den Wassersport
und sonstige Fun-Produkte. Neue und gebrauchte jets, Original
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Hier
noch ein sehr interessanter Bericht über Haie im Mittelmeer. Bitte
unbedingt "ganz" durchlesen, hört sich erst mal dramatisch
an, ist aber unterm Strich beruhigend. Genaugenommen passiert im
Mittelmeer überhaupt nichts, Jetskifahrer hat´s jedenfalls noch keinen
erwischt.
Schon
die blosse Andeutung eines Haiangriffs im Mittelmeer überrascht - ja
entsetzt - die vielen Millionen Menschen, die diese Region jedes Jahr
besuchen. Aus biologischer und historischer Sicht sollte die Tatsache,
dass Haie in der Region nur mit einer fast zu vernachlässigen Häufigkeit
von 0.42 Fällen im Jahr überhaupt Menschen beissen, nun wirklich
niemanden überraschen. Die einzige Überraschung liegt wohl eher in der
so auffallend geringen Häufigkeit von Haiangriffen.
Das
Vorkommen von etwa 46 Haiarten im Mittelmeer - 16 von ihnen mit 3 oder
mehr Metern Länge und 15 potentiell gefährliche Arten - macht das
gelegentliche Zusammentreffen zwischen dem Menschen und diesen Tieren im
am häufigsten besuchten und meistbereisten Meer fast unvermeidbar.
Obwohl das Mittelmeer kaum 0.7% der weltweiten Wasserfläche ausmacht,
ist die hohe Anzahl der am und im Mittelmeer Erholung und Einkommen
suchenden Menschen enorm und steht in keinem Verhältnis zu seiner
relativen geographischen Fläche.
Auch
die Geschichte gibt Hinweise auf die Gefährlichkeit der Haie im
Mittelmeer. Wie so vieles, das die Interaktion zwischen Mensch, Tier und
Umwelt widerspiegelt, stammt die erste Erwähnung des Phänomens
Haiangriff nicht etwa von mit Palmen gesäumten tropischen Stränden,
sondern aus der Wiege der Zivilisation: dem Mittelmeer. Erstmals schon
von den alten griechischen Geschichtsschreibern viele Jahre vor Christi
Geburt erwähnt, weckten Haiunfälle doch erst vor kurzem grösseres
Interesse der Medien und der zweckorientierten Wissenschaft.
Bedauerlicherweise wurden sie aber gleichzeitig mit einem grundlosen
Tabu belegt oder aufgrund falscher Informationen sowie oftmals mit purer
Übertreibung beschrieben. Diese negativen Aspekte sind nirgends
offensichtlicher als in den Mittelmeerländern, wo der durch Tourismus
verdiente Lebensunterhalt jegliche rationale Haltung gegenüber
Haiangriffen oder den Haien selbst verhindert.
In
diesem Artikel versuche ich das allgemein emotional behandelte Thema «Haiangriff»
mit Fakten und Beweisen zu beleuchten. Ich hoffe, dass das geringe
Risiko eines Haiangriffs im «Mittleren Meer» danach mit besserem
Hintergrund und rationellerem Denken angegangen werden kann.
Beginnen
wir mit dem Wenigen, das über Mensch-Hai-Interaktionen in dieser stark
besiedelten Region der Erde publiziert wurde. Wie im klassischen
halbwissenschaftlichen Buch «Shark and Survival» von Schultz &
Malin beschrieben, trug das ursprünglich unter der Aufsicht der US Navy
geführte «Shark Attack File» (SAF) für die Zeit zwischen 1862 und
1963 eher unvollständige Daten von Haiangriffen in der Mittelmeerregion
zusammen. Obwohl Haiangriffe im Mittelmeer erstmals bereits in der
Antike beschrieben wurden, gibt es kaum Veröffentlichungen über
Mensch-Hai-Interaktionen im Mittelmeer. Wegen ohnehin dürftiger
Berichterstattung und weil die Streichung der staatlichen Finanzierung
im Jahre 1965 die Möglichkeit zur Datensammlung ausserhalb den USA und
speziell in nicht englischsprachigen Ländern stark reduzierte, enthält
auch das SAF bis 1990 kaum Daten zu Haiunfällen.
Kein
Drohverhalten, sondern das Richten der Kiefer nach dem
Fressen!
Viele
Jahrzehnte zuvor, im Jahre 1909, beschrieben die sizilianischen
Wissenschafter Drs. M. Condorelli und G. Perrando den Fang einer 4.5 m
langen, weiblichen Weissen Hais vor Capo San Croce, nahe Augusta im östlichen
Sizilien. Darauf veröffentlichten sie eine medizinische Untersuchung
der Überreste von 3 im Magen des Tieres gefundenen Leichen. 1960
untersuchte der bekannte italienische Fischkundler Georgio Bini den ohne
Verletzungen abgelaufenen Angriff eines Weissen Hais auf den Gerätetaucher
Goffredo Lombardo, der vor San Felice Circeo, Terracina, in West-Italien
Fische harpunierte. Im Jahre 1976, auf dem Höhepunkt der durch den Film
«Der Weisse Hai/JAWS» verursachten Hai-Hysterie, beschrieben der
Rochen-Spezialist Christian Capapç und Kollegen die potentielle Gefahr
von Haiangriffen vor der tunesischen Küste und berichteten von einem
Angriff auf einen Speerfischer vor Bechateur, nahe Bizerte. Erst kürzlich,
1996, veröffentlichte ich, als Teil einer grösseren Abhandlung über
Auftreten und Biologie dieser Art im Mittelmeer, einige weitere
Kommentare zu Begegnungen zwischen Menschen und Weissen Haien in der
Region.
Um,
ausser den beschriebenen, noch weitere, veröffentlichte und
wissenschaftlich fundierten Fakten über Haiangriffe im Raume des
Mittelmeers zu finden, müsste auch der fleissigste Gelehrte auf dem
Gebiet des Haiverhaltens zeitlich sehr weit zurück suchen. Die
Regenbogenpresse der Region berichtete jedoch über eine grössere
Anzahl von weiteren Begegnungen, wovon einige von Giudici & Fino in
ihrem 1989 veröffentlichten Buch «Squali del Mediterraneo»
beschrieben wurden.
Es
lohnt sich, kurz auf die steigende Medien-Popularität des Themas «Haie
im Mittelmeer» einzugehen. Der vielleicht nennenswerteste und die
weltweite Aufmerksamkeit der Medien erregende Angriff im Mittelmeer war
der rätselhafte Tod des Gerätetauchers Luciano Costanzo. Der Taucher
starb offensichtlich an den Folgen eines unprovozierten Angriffs eines
Weissen Hais am 2. Februar 1989 im Golf von Baratti, nahe Piombino an
der Küste der Toskana in Italien. Dieser einzelne Unfall wurde
wiederholt in den Medien abgedruckt und erschien sogar vierfarbig in
normalerweise eher konservativen Zeitschriften wie der «Times» in
London, und «blutige» Schlagzeilen erschienen überall in Europa. Seit
das weltweite Medieninteresse am Weissen Hai generell zugenommen hat,
geniesst diese Haiart - und die seltenen Angriffe auf Schwimmer und
Boote - auch im Mittelmeer grössere Aufmerksamkeit. Kurz vor dem
Verfassen dieses Artikels, im September 1998, wurde ein sehr grosser
Weisser Hai (ca. 5.5 m) von einem Sportangler-Boot aus, 35 km vor
Senigallia, an der italienischen Adriaküste, mit Video gefilmt. Diese
Begegnung wurde verbreitet als «Haiangriff» bezeichnet. In
Wirklichkeit versuchte jedoch nur ein hungriger Weisser Hai einem
unachtsamen Angler einen gefangenen und bereits toten Hai unter der Nase
wegzuschnappen!
Paradoxerweise
wurde die einzigartige Tatsache dieser Hainachricht - dass sie nämlich
vom ersten überhaupt je lebend im Mittelmeer gefilmten Weissen Hai
handelte - von den Journalisten völlig ignoriert. Für die
Tier-Filmemacher war dies aber ein Thema, sie beeilten sich die
Filmrechte zu erwerben. Es lohnt sich über diesen speziellen Fall
einige Hintergrundinformationen zu geben, denn bereits in den
vergangenen Jahrzehnten gab es, meist zwischen August und September, in
derselben Region der Adriaküste Italiens Weisshai-Aktivitäten: So
suchte im Jahre 1989 ein grosses Tier - genannt Willie - wiederholt die
Gewässer vor Rimini auf; 1986 fand nahe der Po-Mündung ein Angriff auf
ein Sportangler-Boot statt; vor Venedig wurde 1977 eine
wissenschaftliche Plattform auf seltsame Weise gerammt und in Riccione
wurde 1986 ein österreichischer Speerfischer angegriffen und verletzt.
Trotz all dieser historischen Fakten bezeichnen viele Reporter - wohl
etwas unbeholfen - den 1998 gefilmten Weissen Hai als «den ersten in
adriatischen Gewässern gesichteten Weissen Hai». Soviel zur Recherche
von Fakten.
Ich
frage mich, warum die meisten Diskussionen über Haiangriffe - oder tatsächlich
nur Begegnungen mit Weissen Haien - im Mittelmeer, von solch falschen
Informationen begleitet werden? Vielleicht liegt einer der Hauptgründe
darin, dass eine verlässliche Auflistung von Haiangriffen in der Region
in der Literatur nicht existiert und für Journalisten sowie ebenso für
die meisten Haiforscher nicht zugänglich ist. In anderen Regionen mit
viel häufigeren Haiangriffen - wie Kalifornien, Florida, Südafrika
oder Australien - finden sich Institutionen, die gemeldete Begegnungen
laufend aktualisieren. Diese Register stehen typischerweise unter der
Schirmherrschaft des ISAF (International Shark Attack File), das aus der
SAF-Datenbank der US Navy hervorging.
Die
zuvor erwähnte Situation im Mittelmeer ist jedoch in Änderung
begriffen. In den letzten Jahren entwickelte sich, als Ablage des ISAF,
das MEDSAF (Mediterranean Shark Attack File), eine Gemeinschaftsarbeit
verschiedener Haiwissenschafter der Region und insbesondere Italiens.
Das MEDSAF befindet sich beim SHARK TRUST - eine gemeinnützige
Tierschutzorganisation in England - und wird zur Zeit von mir
unterhalten. Die stetige Vervollständigung zielt darauf ab, intensivere
Untersuchungen von Haiangriffen auch in der Region voranzutreiben, wie
sie in anderen Gebieten der Welt bereits üblich sind. Die
Intensivierung der Führung dieser Datensammlung ist mit den Zielen des
SHARK TRUST gut vereinbar. Schlussendlich profitieren von der Veröffentlichung
der das überraschend geringe Risiko von Haiunfällen im Mittelmeer
belegenden Statistiken sowohl die breite Öffentlichkeit als auch die
betroffenen Haie der Region.
An
dieser Stelle ist - entgegen anders lautenden Vermutungen, wie zum
Beispiel der im Buch «Shark Attacks» von Alex MacCormick
unterschwellig angedeuteten Verschwörungstheorie - deutlich zu sagen,
dass weder das ISAF noch das MEDSAF die Statistiken der Haiangriffe im
Mittelmeer vor mit guter Absicht anfragenden Personen irgendwie
verheimlichen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich klar sagen, dass es
auch keine Indizien dafür gibt, dass Haiangriffe im Mittelmeer von Ländern,
in deren Hoheitsgebiet sie vorkamen, bewusst verschwiegen würden, nur
um deren breite Veröffentlichung zu verhindern. Im Gegenteil, öffentliche
Stellen waren eine grosse Hilfe bei der Führung und Korrektur der
gegenwärtigen MEDSAF-Datenbank.
Dies
sind die Tatsachen:
Bis
zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels wurden im MEDAF seit 1899 60
Fälle von Haiangriffen auf Menschen oder Boote (einschliesslich Kanus)
im Mittelmeer registriert. Die einzelnen Fälle können in die im
Folgenden beschriebenen Unterkategorien unterteilt werden:
Unprovozierte
Interaktionen mit Verletzungen von Schwimmern/Tauchern
Diese
Kategorie liefert die wichtigsten Statistiken für den Vergleich der
relativen Gefahr von Haiunfällen mit Schwimmern/Tauchern in den
verschiedenen Regionen der Welt. Obwohl frühere Datenbanken, wie
diejenige von Schultz & Malin von 1963, die tatsächliche Anzahl von
verlässlich bestätigten Ereignissen aus der Mittelmeerregion stark
unterschätzt hatten, ist die totale Anzahl, im Verhältnis zu den
Millionen von Menschen, die seit 1899 jedes Jahr im Mittelmeer schwammen
und tauchten, sehr niedrig. Der letzte Unfall mit Körperverletzung
geschah am 3. September 1993 200 m vor Playa de les Arenes, einem
Strand von Valencia (Katalonien) an der spanischen Costa Blanca. Das
Opfer, der regelmässig an diesem Strand schwimmende Einwohner Jorge
Hernandez, wurde an der Oberfläche von einem kleinen Hai ihm
unbekannter Art angefallen. Später beschrieb er den Hai als «schlank»,
«schwarz» und etwa 2 m lang. Die Zehen am linken Fuss des Opfers
wurden beim Unfall verletzt. Zur Erinnerung: Der letzte tödliche Unfall
im Mittelmeerraum ist der viel zitierte Fall des italienischen Tauchers
Luciano Costanzo im Februar 1989.
Genaue
Kenntniss des Verhaltens einer Haiart ermöglicht die
Beobachtung aus nächster Nähe (Aufnahme mit 15mm
Objektiv aus ca. 1 m Entfernung).
Während
der letzten Jahrzehnte nahmen die Angriffe auf Surfer in wärmeren Gewässern
weltweit zu und wurden meist dem Weissen Hai (Carachordon carcharias)
zugeschrieben. Viele wissenschaftliche Kommentatoren begründen die Unfälle
mit einer Verwechslung der Haie, die irrtümlicherweise Surfer auf ihren
Brettern mit natürlicher Beute (Seehunde und Seelöwen) verwechseln
sollen. Doch diese Theorie könnte, wenigstens aus globaler Sicht
gesehen, sehr wohl auch nur eine sehr grobe Vereinfachung darstellen.
Seehunde sind im Mittelmeer extrem selten. Es gibt keine Indizien dafür,
dass die isolierten an einigen Stellen im Mittelmeer vorkommenden Mönchsrobben
auch von Weissen Haien gejagt werden. Trotzdem zeigt ein erst kürzlicher
Angriff auf einen Surfer im Mittelmeer, dass das Interesse der Weissen
Haie an Surfbrettern und ähnlichen, an der Oberfläche treibenden
Objekten, nicht auf Regionen beschränkt ist, wo Robben ihre hauptsächliche
Beute sind. Am 6. Juni 1989, nachmittags um 3 Uhr 30, vor Marinella nahe
Marina di Carrara (Toskana) im nordwestlichen Italien, wurde der lokale
Surfer Ezio Bocedi von einem 3 m langen Hai - mit grösster
Sicherheit ein Weisser Hai - schwer am rechten Oberschenkel verletzt.
Bocedi lag auf dem Surfbrett und liess, um zu urinieren, den Unterkörper
ins Wasser hängen. Ob das Urinieren den Hai anzog ist unklar. Bocedi
selbst glaubt es nicht, weil er das Tier sich schon vorher nähern und
ihn einige Sekunden lang umkreisen gesehen hatte. Damit deutete er an,
dass die Neugierde des Hais durch visuelle Eindrücke bereits vor dem
Urinieren geweckt worden war.
Luft/See-Katastrophen,
wie Schiffsuntergänge oder Flugzeugabstürze, galten schon lange als
Inbegriff der Haigefahr schlechthin, dies insbesondere im Pazifik während
des Zweiten Weltkriegs. 492 vor Christus beschrieb Herodot den ersten
Fall eines Haiangriffs auf einen schiffbrüchigen Matrosen während der
Zerstörung der persischen Flotte vor Athos, Griechenland. Wie auch
immer, trotz intensiver Schiffs- und Flugaktivitäten im Mittelmeeraum während
des Zweiten Weltkriegs, sind Haiangriffe überraschend selten geblieben.
Im August 1943 war der US-Pilot Leutnant R. Kurtz gezwungen, seine
Maschine etwa 65 km südlich von Neapel notzuwassern, als er sich nach
einem Luftangriff auf Neapel auf dem Rückweg befand. Während er auf
Rettung wartete wurde er mehrfach von verschiedenen Haien gebissen und
erlitt Verletzungen an beiden Händen und Armen. Zweifellos blieben
weitere ähnliche Fälle vor dem chaotischen Hintergrund des Krieges
unerkannt.
Begegnungen
von Haien mit Schwimmern und Tauchern ohne Verletzungen
Zur
Zeit sind 6 in diese Kategorie gehörende Fälle registriert. Der jüngste
fand am 15. Juni 1983 bei Riomaggiore (Italien) statt, wo der Gerätetaucher
Roberto Piaviali von einem 3 m langen, aggressiven Weissen Hai in 5 m
Tiefe belästigt wurde. Piaviali floh zum nahen Tauchboot, wo der Hai
mit hölzernen Stöcken vertrieben wurde.
Diese
Kategorie von Angriffen benötigt beim Entscheid, ob man sie auflisten
soll oder nicht, besondere Umsicht. Bei allen Begegnungen zwischen Haien
und Tauchern könnten dem Hai auch fälschlicherweise Aggression oder
irgendeine Angriffsabsicht unterstellt werden. Um in diese Kategorie zu
fallen, muss feststehen, dass der Kontakt mit dem Hai oder den Haien
unmittelbar bevorstand und, wie in Piavalis Fall, nur durch
kontrollierten Rückzug vermieden werden konnte. Das am besten
beschriebene Beispiel in dieser Kategorie: Ein 4.2 m langer,
weiblicher Weisser Hai biss mehrmals schwer auf den Taucher Goffredo
Lombardo ein, als dieser im September 1956 etwa 6 km vor San Felice
Circeo (Italien) am Grund tauchte. Er wurde gerettet, weil er dem Hai
mit seiner Harpune in den Kopf schoss. Glücklicherweise blieb Lombardo,
trotz einer Vielzahl von Biss-Schäden an seinen Flaschen und anderen
Ausrüstungsteilen, völlig unverletzt. Ebenso bemerkenswert ist, dass
Lombardo einen Tag später an dieselbe Stelle zurückkehrte, nach dem
Hai angelte und denselben Weissen Hai, der ihn angegriffen hatte, auch
tatsächlich erwischte. Wie von Giorgio Bini in einem ausführlichen
Bericht (veröffentlicht 1960) beschrieben und fotografiert wurde, hatte
der Hai noch immer die Wunde vom Harpunenpfeil am Kopf.
An
selben Ort, bei San Felice Circeo, fand 1960 ein weiterer, sehr ähnlicher
Angriff eines männlichen Weissen Hais auf zwei Taucher ohne Verletzung
statt. Sie begegneten dem Tier, als es, begleitet von einem grösseren
Weibchen, nahe dem Meeresgrund schwamm. Die sehr interessante
Beobachtung lässt aggressives Verhalten im Zusammenhang mit dem
Paarungsverhalten in Erwägung ziehen. Zusätzlich ist zu erwähnen,
dass im September 1962, erneut am selben Ort, der speerfischende Gerätetaucher
Maurizio Sarra weniger Glück hatte. Er verstarb auf dem Operationstisch
als Folge seiner schweren Beinverletzungen, die ihm ein Weisser Hai
beigebracht hatte. Sarra war mit 3 Freunden getaucht und wurde
angegriffen, nachdem er eben einen harpunierten Barsch ins Boot gebracht
hatte und wieder auf dem Weg zum Grund war.
Angriffe
auf Boote, Kanus, usw.
An
vielen Orten der Welt, wo Weisse Haie vorkommen, werden Boote von ihnen
häufig «untersucht» und sogar angebissen. Dies ist im Mittelmeer
nicht anders. Die Tendenz erwachsener Weisser Haie mit Fischerbooten,
Vergnügungsbooten und kleineren Schiffen wie zum Beispiel Kanus
aggressiv zu interagieren, wurde seit vielen Jahrzehnten beschrieben.
1881 erwähnte der respektierte Fischkundler Döderlein, dass lokale
Fischer gewarnt wurden, nachdem ein Weisser Hai in der Strasse von
Messina ein Boot angegriffen hatte. In der MEDSAF-Datenbank finden sich
für den Zeitraum von 1908 - 1935 weitere frühe Berichte ähnlicher
Begegnungen mit Weissen Haien vor Triest (Italien), vor der Halbinsel
Istriens (Kroatien), im Bosporus (Türkei), vor Barcelona (Spanien) und
in der Ionischen See vor Catania (Sizilien). In den 80er Jahren wurde
eine kleine Anzahl von unprovozierten Angriffen auf kleine Boote bei der
Insel Elba und vor der Po-Mündung in der Adria registriert. Das erste
bekannte Ereignis im Mittelmeer mit einem Kanu - vergleichbar mit
Angriffen auf Kajaks oder ähnliches in anderen Teilen der Welt -
geschah am 30. Juli 1991 um 3 Uhr 30 nachmittags, nur 20 m vor dem
bevölkerten Strand der Bucht von Tigullio bei Santa Margherita,
Ligurien (Italien). Die einheimische Ivana Iacaccia befand sich mit
einem 2 m langen, weissen Fiberglas-Kanu in 9 m tiefem Wasser
gerade auf dem Rückweg ans Ufer, als sie von einem Weisser Hai von ca.
3.5 m Länge angegriffen wurde. Die Haiart konnte durch die Beschädigung
am Kanurumpf und durch ein zufällig im Fiberglas stecken gebliebenes
Zahnfragment eindeutig identifiziert werden. Geht man von der gegenwärtig
enormen Zunahme der Popularität solcher Boote und ähnlich grosser
Surfboards und Pedalos in den Ferienzentren des Mittelmeers aus,
erstaunt es vielleicht, dass es seit 1991 zu keinem weiteren
Zwischenfall gekommen ist (ein Angriff eines Weissen Hais auf einen
Windsurfer mit Körperverletzung geschah im März 1986, allerdings knapp
ausserhalb des Mittelmeers in Tarifa, Spanien, auf der atlantischen
Seite Gibraltars). Die Statistiken belegen klar das extrem kleine Risiko
eines Haiangriffs im Mittelmeer. Dies insbesondere im Vergleich zu
anderen Regionen der Welt, wo sporadische Angriffe von Weissen Haien auf
kleine Wasserfahrzeuge praktisch jedes Jahr vorkommen.
Provozierte
Angriffe auf Menschen
Provozierte
Haiangriffe sind an gewissen Orten der Welt relativ häufig. Taucher
interagieren bewusst mit verschiedenen Haiarten und Menschen können
beim Angeln von Haien mit den erregten und sich verteidigenden Tieren -
entweder im Wasser oder wenn die Haie an Bord gehievt werden - in
direkten Kontakt kommen. Bisher wurden 4 solcher Ereignisse im
Mittelmeer gemeldet, wobei 3 davon mit nicht tödlichen Verletzungen
endeten. In 2 dieser Fälle wurden Blauhaie (Prionace glauca) eindeutig
identifiziert, sowie ein Sechskiemenhai (Hexanchus griseus) in einem
dritten Fall und eine Makrelenhai-Art (Familie Lamnidae) - möglicherweise
ein Weisser Hai - im vierten Fall. Alle diese Fälle ereigneten sich in
den Küstengewässern Italiens.
Zweifelhafte
Aufzeichnungen
Eine
letzte (und immer wieder schwierige!) Kategorie des MEDSAF wird unter
dem Titel «Begegnungen, die weitere Bestätigung benötigen» geführt.
Diese Kategorie umfasst derzeit 10 Fälle, wovon 4 «tödlich» endeten.
Die Mehrzahl geschah vor 1980. Mit Hilfe von rund ums Mittelmeer
arbeitenden Wissenschaftern arbeitet man nun daran, die Richtigkeit
dieser Ereignisse entweder zu widerlegen oder zu bestätigen. Bei der
reichen maritimen Erbschaft der Region und der langen Geschichte lokaler
und regionaler Bevölkerungsgruppen ist die mündliche Überlieferung
von Haiangriffen ein zu erwartender und üblicher Bestandteil späterer
Wissenschaft. Sofern diese Ereignisse jedoch nicht mit glaubwürdigen
und nachprüfbaren Aussagen von Augenzeugen, Zeitungsberichten,
Polizeirapporten oder dergleichen belegt werden können, fallen die
meisten für statistische Zwecke ausser Betracht.
Bericht aus der Costa
Blanca Nachrichten von 1. Juli 2005 Nr. 1124
Jetski - Fahren im Land
Valencia ist sicherer geworden – für Fahrer wie für Badegäste. Kein
Wunschdenken vieler, die sich vor wenigen Jahren kaum noch ins Wasser
trauten, sondern Wirklichkeit, nachdem der Gesetzgeber neue Bestimmungen
einführte. So wurde eine reihe von entscheidende Festlegungen getroffen:
Mindestalter, Abstand zu Badegebieten und Küstenstreifen, obligatorische
Ausfahrkanäle und Nachfahrverbot. Nunmehr gilt:
Mindestalter 18
Das Mindestalter für
Nutzer von Jetski ( Motos Náuticas ) wurde auf 18 Jahre festgesetzt.
Liegt eine elterliche
Erlaubnis vor, dürfen die „ Wassermotorräder“ bereits ab 16 Jahren gefahren
werden.
Führerscheinklassen
Die nächste
Unterscheidung wird zwischen Privatnutzung, Tagesmiete und Stundenmiete
gemacht. Dementsprechend werden unterschiedliche Führerscheine verlangt.
Privatnutzer und
diejenigen, die ein Jetski tageweise anmieten, müssen eine Fahrerlaubnis
vorweisen.
Akzeptiert werden zu
einen Bootsführerscheine der folgenden drei Klassen:
Führerschein für
Küstenfahrt ( partón para navegación básica ), Führerschein für große
Küstenfahrt ( patrón de empacaciones de recreo ) und Führerschein Seefahrt (
patrón de/capitán de yate).
Zum andern gelten die
neu eingeführten Führerscheine für Jetski, die sich nach den PS richten.
Führerschein Klasse „A“
für Jetski mit über 110 PS,
Führerschein Klasse „B“
für Jetski zwischen 55 und 110 PS,
Führerschein Klasse „C“
mit unter 55 PS.
Ausgestellt werden die
Führerscheine von der Generaldirektion der Handelsmarine ( Dirección General
de Marina Mercante ) oder den jeweils zuständigen Stellen der
Landesregierungen.
Die Führerscheinklasse
„C“ kann auch vom Jetski-Verband ( Sitz Valencia Tel. 963 957 111 ) erteilt
werden.
Jetski zur Miete
Werden die „Motos
Nauticos“ für stunden gemietet, so wird vom Nutzer kein Führerschein
verlangt. Allerdings ist die Vermietungsfirma verpflichtet, eine
theoretische einführung in Fahrbestimmungen und Handhabung des Jetskis zu
geben.
Gerade für die
Urlaubszeiten ist dies für Urlauber, die nicht Spanisch sprechen, häufig ein
Problem.
In den
Touristenhochburgen wie Dénia, Calpe, Benidorm, Altea, oder Torrevieja haben
aber deutsch- oder englisch – sprachige Anbieter diese Marktlücke
geschlossen.
Weiterhin müssen
Jetski- Anbieter eine Reihe von Auflagen erfüllen, dazu gehört:
Nur Jetskis mit maximal
54,4 PS anzubieten.
Einen mindestens 200
Meter von der Küste entfernten und durch Bojen gekennzeichneten Parcours
einzurichten.
Innerhalb des Parcours
eine Insel zum Anlegen der Jetskis zu bieten.
Weg von Badegebieten
Grundsätzlich ist es
Jetski-Fahrern untersagt, sich mehr als 200 Meter an die Küste heranzuwagen.
Um aufs offene Meer zu
gelangen, müssen „Moto Náuticas“ eigens angelegt Ausfahrtkanäle nutzen.
In den Kanälen st eine
Maximalgeschwindigkeit von drei Knoten vorgeschrieben.
In keinem Fall darf in
Badegebieten eingedrungen werden,
Jetskis dürfen nur noch
bei Tageslicht und auch dann nur an Tagen mit guter sicht benutzt werden.
Alle „Motos Náuticas“
müssen mit einer Plakette ausgerüstet sein, die an gut sichtbarer stell über
die Bedienungsanweisungen für das Fahrzeug informiert.
Merke: immer Schein (
See ) und Versicherung dabeihaben.
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